| Die
Abteilungen der TSG (von Anfang an bis 1988) |
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| Die
Geschichte der Abteilung Tischtennis |
| von Rainer
Lange - Abteilungsleiter, 1988 |
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| Quelle:
Festschrift "100 Jahre Turn- und Sportgemeinschaft 1888 Nieder-Erlenbach" |
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| Und wie hat es beim Tischtennis angefangen? Alfred Laeger und Helmut Ratschinski sind noch immer dabei, und
das nunmehr seit 29 Jahren!
Die erste
Tischtennisplatte soll Mitte der 50er Jahre im Saal der Gaststätte "Zum Kühlen Grund" aufgestellt wor-den sein. Es bildete sich auch schon sehr bald eine
spielwillige Mannschaft, doch versäumte der Vereins- vorstand die Anmeldefrist zur
Teilnahme an einer offiziellen Verbandsrunde, und alles lief wieder auseinander.
Beim 2. Versuch
klappte es dann besser. Regelmäßiges Samstagstraining und viele Freundschaftsspiele,
insbesondere mit dem Nachbarverein TTC
Nieder-Eschbach, führten schließlich
zum Start im September 1959. Nur noch Eingeweihten sind sicherlich die Namen der
Gründungsmitglieder bekannt, es waren:
Hermann Fritsch, Heinz Erlebeck, Hans
Starziczny, Josef (Peppi) Graf, Hans Carowe und die beiden oben
Erwähnten.
Schon drei Jahre
später konnten wir eine 1. Mannschaft melden,
sicherlich auch wegen der damaligen ungewöhnlichen Trainingsbedingungen. Der Saal im "Kühlen Grund" - Holzfußboden, schlecht
ausgeleuchtet, noch schlechter heizbar, an den Seiten Tische und Stühle aufgestapelt
(wehe, wenn dorthin ein Ball rollte!), ohne "Wasch- und Duschgelegenheit",
dafür aber eine Treppe tiefer Bier vom Daniel Nagel, später Karl Ciupka (letzterer
mußte sogar manchmal aushelfen, wenn Not am Mann war).
Und dann unsere
zweite Trainingsmöglichkeit: die alte Sporthalle aus dem Jahr 1908; ob wohl noch viele
wissen, daß die am Ortsausgang stand, wo heute das evangelische Gemeindezentrum ist?
Gerade von dieser Halle gäbe es noch sehr viel zu erzählen; auch befreundete Vereine
schwärmen noch heute von der einmaligen Atmosphäre - insbesondere, wenn es sehr kalt
war. Es gab ja nur einen Ölofen, der öfters alle Anwesenden in die Flucht trieb, weil er
hustete und in die Luft zu fliegen drohte. Doch warm war's dennoch dort selten. "Wir
erinnern uns an Verbandsspiele, als wir in Mänteln, Mützen und sogar in Handschuhen
spielten! Dafür aber gab es keinen Hausmeister, der das im Anschluß an das Spiel
stattfindende gemütliche Beisammensein vorzeitig abbrach. |
Ende der 60er Jahre
begannen wir mit der Jugendarbeit. Zeitweise war der Zulauf so gewaltig, daß die
Kinder "nach der Uhr" spielen mußten, alle 10 Minuten Plattenwechsel, denn 30
spielwütige Jugendliche wollten ja beschäftigt werden; systematisches Training war
jedoch kaum möglich, galt es doch die unbeschäftigten Kinder einigermaßen im Zaum zu
halten. Karlfried Cost, Christoph Reinhard, Michael Schmieg, Hans-Dieter Spies und Stefan
Zink - also fast eine komplette 6er-Mannschaft - sind noch aus dieser Zeit
"hängengeblieben" und kümmern (bzw. kümmerten) sich selbst wieder als
lizensierte Übungsleiter um die Jugend; Hans-Dieter ist zwischenzeitlich sogar Jugendwart
des Tischtenniskreises Frankfurt/Main. Das weibliche Geschlecht fing bei uns erst vor ca.
10 Jahren an, dafür war es aber gerade auf diesem Sektor sportlich sehr erfolgreich. Auch
wenn es am Ende nicht reichen sollte, momentan zumindest spielen unsere Damen noch auf
Bezirksebene; Regina Laeger und Christine Talhofer gehören zu denen der ersten Stunde.
Im 29. Jahr ihres Bestehens "leidet" die
Tischtennisabteilung - wie viele andere auch - unter der Enge des Bürgerhauses. Bei 1
Damen-, 5 Senioren- und 6 Jugendmannschaften ist leider nur noch eingeschränktes Training
möglich, da für die Verbandsspiele alle Platten benutzt werden müssen. Der jetzige
Vorstand ist bemüht, eine vereinseigene Halle zu bauen, um diesen Mißstand zu beheben.
Zum Abschluß meiner historischen Darstellung
möchte ich stellvertretend für alle hilfreichen Abteilungsmitglieder meinen
Amtsvorgängern für ihre Aufbauarbeit danken:
Hermann Fritsch von 1959 bis 1963
Alfred Laeger von 1963 bis 1969
Hans Schumacher von 1969 bis 1970
Wolfgang Näser von 1970 bis 1977 |
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| Die
Geschichte der Abteilung Volleyball |
| von Manfred
Michel, 1988 |
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| Quelle:
Festschrift "100 Jahre Turn- und Sportgemeinschaft 1888 Nieder-Erlenbach" |
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Im Jahre 1970, bereits sechs Jahre nachdem Volleyball
olympische Sportart geworden war, traf sich ein kleiner Kreis aus den Reihen der
TSG-Turner, um in der Freizeit Volleyball zu spielen. An die Gründung einer
eigenständigen Abteilung wurde damals von niemandem ernstlich gedacht. Unterstützung
bekam diese kleine Gruppe Volleyballfans von dem damaligen 1. Vorsitzenden der TSG, Willy
Zink. In einem der Mitgründer, Uli Lange, war auch der erste Trainer
gefunden.
Die ständigen Trainingsabende in der alten, vereinseigenen Turnhalle
hatten zur Folge, daß sich im September 1970 eine Damen- und im Oktober desselben Jahres
eine Herrenmannschaft etablierte. Im Laufe der Zeit stellte sich heraus, daß unsere alte,
im Jahre 1908 erbaute Turnhalle nicht "volleyballtauglich" war. Ihre Erbauer
wußten damals noch nichts vom Volleyballspiel und welche Maße zum Ausüben dieser
Sportart erforderlich sind. Sie wußten: In einer Turnhalle wird geturnt, und man hält
darin auch Vereinsfeste ab. Von letzterem haben wir auch noch profitiert. Nicht nur der
Sport, sondern auch die Zusammengehörigkeit und die Geselligkeit mußten in der neuen
Abteilung gepflegt und gefördert werden. Die nicht unerheblichen Mängel der Halle traten
durch diese Tatsache in den Hintergrund. Für den Aufbau der Abteilung war dieser
Abschnitt von großer Wichtigkeit In der Freizeit wurde ständig renoviert repariert und
angestrichen. Der Ölofen mußte bei jeder Nutzung der Halle bedient werden, Beim Training
wurden die zu niedrigen Deckenbalken einfach in den Spielbetrieb mit einbezogen. Aber wir
hatten beim anschließenden Zusammensein keine Sperrstunde.
Schließlich entsprach dieses uns lieb gewordene Domizil leider nicht
mehr den Erfordernissen und mußte wegen Baufälligkeit aufgegeben werden. Damit war die
mit einer gewissen Romantik verbundene erste Aufbauphase beendet,
Die zweite Aufbauphase begann für die Herren in der Turnhalle des
Georg-Büchner-Gymnasiums Bad Vilbel, später in der Klinger-Schule in Frankfurt-Bornheim,
für die Damen in der ehemaligen Mittelschule in Bad Vilbel.
Im Jahr 1973 begann
für uns die "Volleyball-Neuzeit" mit dem Bezug der Mehrzweckhalle des
Bürgerhauses Nieder-Erlenbach. Abgeschlossen wurde der Aufbau im Jahr 1975. In der
Spielsaison 1975/76 nahmen sowohl ein Damen- und ein Herrenteam erstmals an Punktspielen
des Hessischen Volleyballverbandes teil. |
Das Training bei den Herren hatte inzwischen Rolf Eilers als
Spielertrainer übernommen. Nach Abschluß der Saison beteiligten sich die Damen einige
Jahre nicht mehr an Punktspielen, während die Herren weiter leistungsbezogen Volleyball
betrieben.
Schon 1978 schafften die Männer den Aufstieg in die A- Klasse, die 2.
Mannschaft auf Anhieb den Aufstieg in die B-Klasse, und die 3. Mannschaft vertrat die TSG
in der C-Klasse. Ein Mädchen-Team spielte in der B-Klasse um Punkte. Dieser erfolgreiche
Abschnitt wurde durch den unerwarteten Tod unseres Mitbegründers und ersten Trainers, Ulrich
Lange, überschattet Seitdem trägt der Wanderpokal der höchsten Spielklasse unseres
Freiluft-turniers seinen Namen.
Angeregt durch die Besuche von Freiluft-Volleyballturnieren im
benachbarten Ausland war der "reisefreudige harte Kern" der Abteilung - der
damalige Abteilungsleiter Manfred Michel sowie Rolf Eilers, Franz Hörl, Bernd Kötter, Ulrich Lange, Eckhard
Langebartels und Joachim Weck - in der Saison 1976/77 der Meinung, das können wir auch!
Am Sonntag, dem 17. Juli 1977, fand das 1. Volleyball- freiluftturnier in Nieder-Erlenbach mit 6 Damen- und 10 Herrenmannschaften
statt. Im Jahr 1983 waren es schon mehr
als 100 Mannschaften. Unser Turnier ist
zu einer festen Größe im Sportgeschehen der Sportstadt Frankfurt am Main geworden und
eines der größten seiner Art in Hessen. Der internationale Charakter ist durch die
regelmäßige Teilnahme einer Mannschaft aus der Frankfurter Partnerstadt Birmingham sowie
anderer Vereine aus dem benachbarten Ausland gesichert. Besonders erwähnt werden müssen
unsere Freunde vom VC Küssnacht, die seit 1978 regelmäßig unsere Gäste sind.
Der sportliche Blick in die Zukunft läßt uns hoffen. Die
Herrenmannschaften bestreiten ihre Spiele in der Kreisliga und den Kreisklassen - die
Mädchen haben den Aufstieg in die Kreisliga geschafft, und eine weibliche
Jugendmannschaft ist im Aufbau begriffen. Die Seniorenteams (Damen und Herren) schlagen
sich mit regelmäßigen 1. Plätzen in der Volleyballrunde des Turngaues Feldberg
ausgezeichnet Abteilungsleiter:
Ulrich von Schlütter von 1970 bis 1976
Manfred Michel von 1977 bis 1980
Joachim Kaufhold von 1981 bis 1982
Franz Hörl
seit
1983 |
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| Die
Geschichte der Abteilung Gymnastik/Turnen |
| von Ingeborg
Stöltzing - Abteilungsleiterin, 1988 |
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| Quelle:
Festschrift "100 Jahre Turn- und Sportgemeinschaft 1888 Nieder-Erlenbach" |
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| Der im Jahre 1888
gegründete Verein war ursprünglich ein Turnverein. Dieses von der Abteilung
Leichtathletik verwaltete Vermächtnis wollte der Vorstand unbedingt wieder aktivieren.
Gesucht wurde eine
Breitensportart, die den Mitgliedern eine sinnvolle Betätigung in ihrer wachsenden
Freizeit bot. Alle Verantwortlichen waren sich einig, daß mit einer Abteilung Gymnastik
der Breitensport in der TSG aufgebaut werden sollte.
Exclusiv und im
Schatten fristete seit 1971 eine Gymnastikgruppe unter der Übungsleiterin Elisabeth
Müller ihr Dasein. Als Übungsstätte diente die Turnhalle der "Reinhard
von den Veldensche Stiftung, Kinderheimat Reinhardshof."
Nach der Einweihung
des Bürgerhauses Nieder-Erlenbach im Jahr 1973 stand der Gründung der neuen Abteilung
nichts mehr im Wege. Margot Poka wurde als erste Abteilungsleiterin am 8.
Juni 1974 in der außerordentlichen Mitgliederversammlung bestätigt. Schon 1975 wurden
Gymnastik und Turnen an vier Tagen der Woche angeboten. Es wurden Jungen- und
Mädchenturnriegen sowie Gymnastikgruppen rar Damen und Herren, für "ältere
Damen" und eine Purzelturngruppe gebildet. Zwischenzeitlich waren die
Übungsleiterinnen Renate Parlasca, Trudel Ems (geb. Lange) und Irmgard
Schottdorf hinzugekommen.
In den Folgejahren
bis 1980 wurde das Programm der Abteilung erheblich erweitert. Übungsleiterinnen kamen
hinzu, wie etwa Ingeborg Stöltzing, die seit 1980 auch die Geschicke der
Abteilung Gymnastik leitet. An weiterem Sport wird angeboten: Mutter- und Kind-Tumen,
Jazzgymnastik, Seniorengymnastik für Damen und Herren über 60 Jahre. |
Eine Freizeitgruppe mit dem
Schwerpunkt Skigymnastik und Sportabzeichen kam hinzu. Ergänzt wird das Angebot durch
drei Ballett-Tanz-Gruppen, Wirbelsäulengymnastik und Yoga, Daraus ist ersichtlich, daß
unseren Freizeitsportlern ein breitgefächertes Programm angeboten wird.
Der
leistungsbezogene Sport hat sich im Laufe der Jahre durch die Bildung von einigen Kinder-
und Mädchenriegen entwickelt. An Gauveranstaltungen für Gymnastik und Tanz nahmen
Kinder- und Jugendtanzgruppen sowie Damen-Jazztanzgruppen unter Leitung der
Übungsleiterinnen Eva Nungässer und Birgit Wenzelburger
teil. 1986 nahm eine neugebildete Jugendtanzgruppe an einem internationalen Tanzturnier in
Neu-Isenburg teil. 1987 konnte die Übungsleiterin, Ulrike Föll, einen
kleinen Kreis von Schülerinnen und Mädchen für die Handgerätegymnastik begeistern. Bei
ihrem ersten Wettkampfauftritt erreichten die L-Stufen-Mädchen und die Schülerinnen
hervorragende Plazierungen.
Die Überlegungen
des Vorstandes bei Gründung der Abteilung haben sich durch deren Entwicklung als richtig
erwiesen. Etwa die Hälfte der Mitglieder der TSG betreibt hier mit Gleichgesinnten
Freizeitsport, Junge, leistungs- bereite Turner und Turnerinnen sowie Gymnastinnen nehmen
unter der Anleitung ihrer erfahrenen Übungs- leiterinnen und Übungsleiter freiwillig am
Wettkampfsport teil. In der Zukunft werden wir in unserer Abteilung Gymnastik/Turnen
Breiten- und Leistungssport ausgewogen anbieten und den Bedürfnissen unserer Mitglieder
anpassen. |
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| Die
Geschichte der Abteilung Wandern |
| von Ingrid
Hamel - Abteilungsleiterin, 1988 |
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| Quelle:
Festschrift "100 Jahre Turn- und Sportgemeinschaft 1888 Nieder-Erlenbach" |
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| Wandern
ist die einfachste Art der sportlichen Betätigung. Im Zuge der wachsenden Freizeit sollte
die Angebots- palette um diese Sportart erweitert werden. Im Jahr 1975 erschienen erstmals
die TSG-Vereins-Nachrichten. Schon im Heft Nr. 2, Dezember 1975, erschien ein
umfangreicher Artikel über das Wandern und seine Vorzüge als Freizeitsport. In seiner
Sitzung am 27. April 1976 begrüßte der Vorstand bereits den ersten Abteilungsleiter, Rüdiger
Wiesner. Er hatte sich der Wanderbewegung verschrieben und baute mit viel
Sachverstand eine Wanderabteilung auf.
Im Frühjahr scharte er 17 Gleichgesinnte um sich, um an einem
Volkswandertag in Oberursel mit Erfolg teilzunehmen. Den Mitgliedern und der Bevölkerung
wurden in den Vereins-Nachrichten Nr. 4, Juni 1976, die Gründung, der geglückte Start
und der neue Abteilungsleiter der Wanderabteilung vorgestellt. Gleichzeitig wurden
Mitglieder und Bevölkerung zum ersten Wandertag am 13. Juni 1976
"Rund um die Gemarkung Nieder-Erlenbach" eingeladen. Der Erfolg der beiden
vorangegangenen Veranstaltungen ermutigte die Verantwortlichen, so daß noch fünf weitere
Wanderungen u. a. in den Odenwald, den Spessart, den Vogelsberg und in den Taunus
durchgeführt wurden. Die zunehmende Zahl der Teilnehmer - 50 Personen waren keine
Seltenheit - hatte zur Folge, daß bereits im Jahr 1977 jeden Monat ein Wandertag
stattfand. Um eine bessere Terminplanung für die Teilnehmer und Interessierten zu
erreichen, einigte man sich auf den jeweils letzten Sonntag des Monats. Diese Regelung hat
noch heute Gültigkeit. Eine langfristige Terminplanung wurde dadurch erreicht, daß ab
Dezember 1977 der Wanderplan des kommenden Jahres in den Vereins-Nachrichten
veröffentlicht wird.
Die allmonatliche Wanderung ist eine gute Gelegenheit, die nähere und
die weitere Umgebung unseres Hessenlandes kennenzulernen. Im September 1977 wurde nach
umfangreichen Vorbereitungen eine 3tägige Wanderung in das Elsaß nach St.
Marie-aux-Mines durchgeführt. Diese Veranstaltung hatte einen überwältigenden Erfolg,
und es wurde beschlossen, jedes Jahr im September eine solche Wanderung anzubieten. In den
nächsten Jahren ging es: 1978 in die Lüneburger Heide, 1979 ins Taubertal, 1980 in die
Rhön (Wasserkuppe), 1981 nach Paderborn, 1982 in den Schwarzwald, 1983 ins Sauerland
(Schmallenberg), 1984 in den Harz (Altenau), 1985 in die Hassberge/ Bamberg, 1986 noch
einmal in das Elsaß nach St. Marie-aux-Mines, 1987 in die Pfalz (Trifels) und 1988 geht
es in den Reinhardswald. |
In Anlehnung an das Motto "höher, schneller, weiter" wollten etwa ein
Dutzend Wanderinnen und Wanderer ihre Leistungsfähigkeit unter Beweis stellen. Sie
setzten sich zum Ziel, die Strecke Edersee - Nieder-Erlenbach in einer 4-Tage-Wanderung zurückzulegen. Damit war ein weiterer Höhepunkt des
Wanderjahres geboren: die 100-Kilometer-4-Tage-Wanderung jeweils im Juni eines jeden
Jahres. Es folgten 1982 Trier, 1983 Bayerischer Wald, 1984 Hammelburg, 1985 Pfalz, 1986
Eifel, 1987 Schwarzwald, und in diesem Jahr wird die Schwäbische Alb in Angriff genommen.
Als weitere Sonderveran- staltungen des Wanderjahres werden eine Fackel- und eine
Weihnachtswanderung angeboten. Höhepunkt seit Bestehen der Wanderabteilung war im Jahr
1979 die Ausrichtung eines Volkswandertages anläßlich der 1200-Jahr-Feier unseres
Dorfes, damals schon Frankfurter Stadtteil. Rund 600 Teilnehmer wurden trotz heftigen
Regens bei der Wanderung "Rund um die Gemarkung Nieder-Erlenbach" gezählt. Die
kleine Schar der Mitglieder entledigte sich der Aufgabe zur Durchführung und Organisation
dieser Großveranstaltung mit Bravour. Mit dem Reinerlös aus diesem Volkswandertag konnte
die TSG mit einer Überweisung an das "Organisationskomitee" zur Renovierung der
im Jahre 1781 gebauten Orgel der evangelischen Kirche unseres Stadtteils beitragen.
Wandern ist ein Sport, auch wenn es Zeitgenossen gibt, die das verneinen. In zweifacher
Hinsicht erfüllt die Wanderabteilung sportliche und gesellschaftspolitische Aufgaben. Den
Teilnehmern ermöglicht sie körperliche Betäti-gung. Alte Bekanntschaften können
aufgefrischt und erweitert werden, während den zahlreichen Neubürgern das Einleben und
die Integration in ihre neue Umgebung erleichtert wird.
Zwischenzeitlich hat sich ein sogenannter "harter Kern" herausgeschält, der
an den gut vorbereiteten Wanderungen teilnimmt Bei anderen Sportarten entscheiden Tore,
Punkte, Meter oder Sekunden. Bei den Wanderern gilt allein die Teilnahme. Mit Pokalen
ausgezeichnet werden die Familie und der Einzelwanderer, die an den meisten Wanderungen
eines Jahres teilgenommen haben.
In der überblickbaren Zukunft wird die Wanderabteilung ihr bewährtes
Konzept weiterverfolgen, wobei erforderliche Erweiterungen nicht ausgeschlossen sind. |
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| Die
Geschichte der Abteilung Fussball |
| von Adolf
Hock, 1988 |
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| Quelle:
Festschrift "100 Jahre Turn- und Sportgemeinschaft 1888 Nieder-Erlenbach" |
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Nach Wiedergründung des Vereins am 31.12.1945
als Turn- und Sportgemeinschaft 1888 Nieder-Erlenbach e. V. bildeten sich zunächst zwei
Gruppen, von denen die eine den Volkssport Fußball anbot. Das war schon der zweite
Versuch, Fußball in das Programm des Vereins aufzunehmen. Die ersten Schritte unternahmen
unsere Vorgänger bereits in den Jahren 1913/14. Allerdings sind die Überlieferungen
darüber recht spärlich. Damals war Fußball noch nicht so populär wie Turnen,
Leichtathletik oder Faustball.
Zunächst galt es, den Aufbau von
Fußballmannschaften voranzutreiben. Männer der ersten Stunde waren der 1. Vorsitzende Wilhelm
Lampert sowie die "alten" Leichtathleten Heinrich Michel
(Horex) und Heinrich Mößner, zu denen sich der "Auswärtige" Henner
Crost gesellte. Diese drei bildeten den Spielausschuß und damit das
Führungsgremium für diese Abteilung.
Die mühsame Aufbauarbeit vollzog sich wider
Erwarten recht schnell, obwohl der 2. Weltkrieg große Lücken in unsere Reihen gerissen
hatte. Es galt, die verbliebenen Nieder-Erlenbacher, die Vertriebenen und Hinzugezogenen
zusammenzuführen. Die Integration klappte ganz hervorragend, denn schon in der Saison
1951/52 konnten die 1. und 2. Mannschaft die Meisterschaft der B-Klasse Obertaunus/Usingen
unter ihrem Trainer Georg Ortlieb (Knaddel) erringen und in die A-Klasse aufsteigen. Den
Grundstein zu diesem Erfolg legte der Sohn unseres Vereinswirtes Friedrich Nagel. Länger
als ein Jahrzehnt sorgte er durch seine Arbeit als Jugendleiter und Jugend-trainer für
den dringend erforderlichen Nachwuchs.
Im Jahre 1955 ergab sich ein
Führungswechsel, als unser unvergessener Erich Belke zum 1.
Spielausschuß- vorsitzenden gewählt wurde. Im Jahre 1958 kam Adolf Hock als sein
Stellvertreter hinzu. Hier hatten sich in dem Heimatvertriebenen Erich Belke und dem
Einheimischen Adolf Hock zwei Fußballbesessene gefunden. |
Auch in Phasen der Schwäche besaß die
Abteilung die innere Kraft, um sich wieder zu fangen. Als sie in der Spielzeit 1959/60
einen "Durchhänger" hatte und in die B- Klasse abstieg, schaffte sie (wieder
mit ihrem alten Trainer "Knaddel") in der nächsten Saison 1960/61 ungeschlagen
mit nur 3 Verlustpunkten den Wiederaufstieg in die A- Klasse. In den Jahren 1965 - 1968
wurde in beispiel-hafter Gemeinschaftsarbeit der Abteilungen Fußball und Leichtathletik
unter der Federführung des damaligen Fußballtrainers, Dietrich Hasenjäger,
die Sportanlage renoviert und eine zeitgemäße, moderne Umkleideanlage gebaut. Leider
konnte Erich Belke nur die Planung und den Beginn der Arbeiten erleben. Lassen wir hierzu
Dietrich Hasenjäger sprechen: "Am 17. Januar 1966 verschied plötzlich und
unerwartet unser Spielausschußvorsitzender Erich Belke. Wir haben einen großen
Idealisten verloren."
Im Jahr 1972 mußten die 1. und 2. Mannschaft wieder den Weg
in die B-Klasse antreten. Die 70er Jahre wurden allerdings zu den "Goldenen
Jahren" unserer Jugend. Unter den Verantwortlichen Karlo Aumüller (Jugendleiter) und
Kurt Weber (Trainer) wurden zahlreiche Erfolge erungen. Aber auch alte Bekannte, wie
Friedrich Nagel, stellten sich wieder in den Dienst unserer Jugend. Ihre Arbeit zahlte
sich durch zahlreiche Gruppen-meisterschaften und drei Kreismeisterschaften der B- und
A-Jugend-mannschaften sowie den Wiederaufstieg der 1. Mannschaft in die A-Klasse aus.
Gute Jugendarbeit machen wir zu unserer vordringlichen
Aufgabe. Die Vergangenheit lehrte, daß vorübergehende Schwächen durch den eigenen
Nachwuchs am ehesten überwunden werden können. Wir werden auch in Zukunft unsere Arbeit
unter das Motto stellen: Die Jugend von heute ist der Verein von morgen! |
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| Die
Geschichte der Abteilung Radtouristik |
| von Rainer
Wöhle, Abteilungsleiter, 1988 |
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| Quelle:
Festschrift "100 Jahre Turn- und Sportgemeinschaft 1888 Nieder-Erlenbach" |
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| Eine alte Tradition
fortsetzend und neuen Bedürfhissen folgend, fanden sich am 6. Mai 1987
vierzehn Radsportbe-geisterte zur Gründungssitzung einer Radtouristik- und
Radsport-Abteilung im Vereinsheim "Insel" ein.
Der Vorstand sah in
der Gründung dieser Abteilung eine wesentliche Erweiterung des sportlichen Angebotes der
TSG und unterstützte das Vorhaben.
In der Sitzung wurde
Rainer Wöhle zum ersten Abteilungsleiter gewählt, denn er hatte schon
die vorbereiten-den Arbeiten geleistet und verfugt über umfangreiche Er-fahrungen im
Radsport, insbesondere der Radtouristik.
Das Konzept zum
Aufbau der Abteilung sieht vor: Eine Gruppe betreibt das Fahrradfahren als reinen
Freizeit-sport. Sie unternimmt u. a. Radwanderfahrten und beteiligt sich an
Volksradfahrten. |
Die andere Gruppe setzt
sich aus leistungswilligen und stärkeren Fahrradfahrern zusammen. Diese sollen an
Radtouristikfahrten teilnehmen und dafür auch regelmäßig trainieren.
Diese zunächst noch
kleine Schar von Aktiven wird in diesem Jubiläumsjahr ihre Bewährungsprobe zu beste-hen
haben. Am 2. Juli 1988 wird sie ein Volksradfahren über 20 km und 40 km sowie
Radtouristikfahrten über 55 km, 105 km und 155 km durchführen. Mit dieser Ver-anstaltung
wird sich die neu gegründete Abteilung erstmals in der Öffentlichkeit vorstellen.
In der Zukunft
wollen wir zunächst in der aufgezeigten Form unsere Abteilung aufbauen, wobei eine
Erweiterung des radsportlichen Angebotes bei Bedarf jederzeit möglich ist. |
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| Die
Geschichte der Abteilung Leichtathletik |
| von Walter
Lang, Abteilungsleiter, 1988 |
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| Quelle:
Festschrift "100 Jahre Turn- und Sportgemeinschaft 1888 Nieder-Erlenbach" |
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| Der Neubeginn der
Leichtathletikabteilung war am 31. Dezember 1945. Im September 1946 maßen Schülerinnen
und Schüler, trotz Verbots der Militärregierung, erstmals sportlich ihre Kräfte. Die
sogenannten Alten, Fritz Schwander, Wilhelm Baumart, Wilhelm Brückmann, Georg
Kötter, Fritz Kreutz, Karl Kreutz, Wilhelm Lampert (1. Vorsitzender),
Heinrich Michel, Willi Michel, Georg Roth, Oskar Rüppel und Karl Walz
waren die Männer der ersten Stunde. Der 2. Weltkrieg war vor ein paar Monaten zu Ende
gegangen, und es fehlten die 20-bis 30jährigen Aktiven. Sie waren in Gefangen- schaft,
vermißt, verwundet oder gefallen. An dieser Stelle wollen wir unserer Gefallenen beider
Kriege ehrend gedenken.
Die Trainingsarbeit
wurde von unseren unvergessenen Fritz Schwander und Wilhelm Baumart für die Schüler und
Jugendlichen aufgenommen. Wilhelm Baumart war gleichzeitig auch der erste
Abteilungsleiter. Unter den jungen Aktiven bildete sich in kurzer Zeit mit Ida Lehmann,
Hilde Müller (Föll), Wilfried Föll, Gert Friedrich, Ludwig Himmelreich, Heinz Lampert,
Kurt Michel, Werner Michel, Ludwig Reichard, Otto Schwander und Willi Stanowiki eine
Gruppe für den weiteren Aufbau der Leichtathletik heraus. 1949 erst wurde mit reger
Beteiligung der TSG das erste Gaukindertreffen in Ober-Eschbach besucht. In den folgenden
Jahren wurde jede Möglichkeit ausgeschöpft, um die Abteilung sinnvoll aufzubauen.
Schwierigkeiten zeigten sich hier insbesondere durch schlechte Trainingsmöglichkeiten im
Freien und in der Halle sowie durch das Fehlen von Übungsleitern. Als Gäste des TV Bad
Vilbel und unter der gelegentlichen Anleitung von dessen Trainern konnten die Leistungen
wesentlich verbessert werden. Das gab den jungen Leichtathleten Karl-Heinz Bickel, Manfred
Estler, Dieter Gregorius, Ewald Hupfer, Fritz Kreutz, Heinz Kreutz, Lothar Kunart und
Walter Lang den Mut, 1958 am Deutschen Turnfest in München teilzunehmen. Sie plazierten
sich unter ca. 6000 Teilnehmern ihrer Wettkampfklasse aus der gesamten Bundesrepublik
Deutschland unter den ersten 85 Siegern!
Auf der Rückfahrt
von München wurde beschlossen, daß Walter Lang (Schüler) und Karl-Heinz Bickel (Jugend)
eine neue Schüler- und Jugendgruppe aufbauen. Hier darf nicht unerwähnt bleiben, daß
Fritz Kreutz bei der Gehörlosen-Olympiade ebenfalls 1958 zwei Goldmedaillen
errang, und zwar im 400-m-Lauf und in der 4 x 400-m-Staffel. |
Die ersten 15 Jahre der
Nachkriegszeit wurden geprägt von Wilhelm Baumart als Abteilungsleiter und von Albert
Hohenwarter als Betreuer. Im Jahr 1960 übernahm Walter Lang als Abteilungsleiter der
Leichtathleten die Verantwortung. Bis 1967 mußte mit begrenzten Möglichkeiten
weitertrainiert werden. Nach dem Sportplatzbau 1968 fanden die Leichtathleten gute
Trainingsbedingungen vor, und die anspruchsvolle Jugendarbeit ließ für die Zukunft
hoffen.
Einige herausragende
Leistungen und Athleten sollen hier stellvertretend für alle genannt werden:
Christel Rach,
mehrfach Hessische Schüler- und Jugendmeisterin im Kugelstoßen sowie Mitglied des Kaders
für olympischen Nachwuchs für die Bundesrepublik;
Petra Stüwe,
Mehrkampfmeisterin beim Österreichischen Bundesturnfest 1986;
Heinz Labisch,
Mehrkampfmeister beim Österreichischen Bundesturnfest 1976, Vizemeister bei den Deutschen
Mehrkampfmeisterschaften des DTB 1976 im Dreikampf in Biberach a. d. Riß, 7 mal
Hessischer Meister und 4 mal Feldbergfestsieger, jeweils im Mehrkampf;
Thomas Lindner,
mehrfacher Hessischer Meister der Schüler im Mehrkampf, Vollballweitwurf und Weitsprung,
Deutscher Schülermeister im Vierkampf bei den Deutschen Mehrkampf-Meisterschaften des DTB
1979 in Hannover.
Bei den Senioren
wurden bis in die jüngste Vergangenheit Hessische Meisterschaften und gute Plazierungen
bei Sportfesten und Wettkämpfen errungen. Walter Lang wurde in den Jahren 1985 und 1986
in die Hessische Ländermannschaft der Senioren berufen. Unsere Abteilung behauptet sich
in allen Bereichen und auf allen Ebenen ihrer Sportart erfolgreich. Hierzu zählt auch die
Durchführung eines Volkslaufes jeweils am 1. Mai eines Jahres. Gemäß der alten
Tradition der Leichtathletikabteilung sind wir auch über das Jubiläumsjahr hinaus für
jung und alt gut gerüstet. |
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